über unserer Stadt
Tiefblau zeigt sich der Sommerhimmel
und Mauersegler, wie auch Schwalben kreisen
in rasantem Flug über unserer Stadt. Dazwischen
belebt ein größerer Vogel mit seinen eleganten
Flugspielen den Luftraum und wir hören sein
lautes „kikikiki“. Ein zweiter Vogel kommt dazu
und es beginnt ein seltsames, kurzes Spiel.
Es ist die Beuteübergabe der Turmfalken
hoch über den Dächern von Kempten.
D
er Turmfalke oder auch
Rüttelfalk“ genannt, ist
wohl der bekannteste und in Europa
der am weitesten verbreitete Ver-
treter der Falken.
Anpassungsfähig
Sein Lebensraum ist vielseitig, er
ist nicht besonders wählerisch und
kann sich gut anpassen, deshalb
kommt er sowohl in Städten, wie
auch in freier Natur vor. Als eigent-
licher Gebirgsvogel wählt er
Spalten und Höhlungen in felsigen
Steilwänden und Steinbrüchen,
geht aber auch in alte Krähen- oder
Elsternester an Waldrändern oder
in Baumhöhlen, die allerdings im-
mer seltener werden, nimmt auch
sehr gerne alte Scheunen und Stadl
an, ebenso bereitgestellte Nistkä-
sten, wie auch Ruinen und alte
hohe Gebäude. Noch kann man ihn
häufig in der Nähe von mensch-
lichen Siedlungen, über dem Gras-
land und auf Sitzwarten, wie
Pfähle, kleine Bäume o.ä., beobach-
ten und wenn er im charakteristi-
schen Rüttelflug, das heißt, er steht
flügelschlagend in 10 bis 20 Metern
Höhe in der Luft, nach Beute Aus-
schau hält, dann weiß auch der Laie:
Es ist ein Turmfalke!
Bereits von weitem erkennt man
Falke mit Beute
Stadtansicht von Kempten
Falken