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en Beinamen „der blutende
See“ verdankt der Alatsee
einer Schwefelschicht, welche aus
Purpur-Bakterien besteht und sich
in circa 16 m Tiefe befindet. Diese
Schicht trennt quasi das obere, sehr
sauerstoffreiche Wasser vomunte-
ren Bereich, worin beinahe kein
Sauerstoff mehr vorhanden ist.
Da diese „Todes“-Zone absolut
gefährlich ist, wurde das Tauchen
strengstens verboten. Lediglich
wissenschaftliche Teams erhalten
dafür eine Sondergenehmigung.
Experten vermuten, dass das
schwefelhaltige Tiefenwasser seit
Tausenden von Jahren am See-
grund liegt, da hier imWinter keine
Wasserzirkulation stattfindet, wie
es sonst in anderen Seen üblich ist.
Viele Tiere und Pflanzen
In der sauerstoffreichen Region
des Alatsees ist eine vielfältige Tier-
und Pflanzenwelt anzutreffen. Vom
Uferweg aus lassen sich u.a. ganz
einfach Hechte beobachten, wie sie
im Schilf auf ihre Beute lauern.
Frösche und Schnecken besiedeln
das Gewässer und auch Zander zäh-
len hier zu den Bewohnern.
Wunderschöne Teich- und auch
Malerisch eingebettet in
die Ostallgäuer Bergwelt
liegt der kleine mysti-
sche See in 842 m Höhe
ca. 6 km westlich von
Füssen. Er wird von
Grundwasser gespeist
und fließt letztendlich in
den Lech ab. Viele Rätsel,
Sagen und auch
Unheimliches ranken
sich um den idyllisch
wirkenden und durchaus
harmlos aussehenden
Bergsee. Viele
Erkenntnisse wurden
über ihn bereits gewon-
nen, doch konnten trotz
intensiver und jahrzehn-
telanger wissenschaft-
licher Untersuchungen
noch längst nicht alle
Geheimnisse dieses
meromiktischen“ Sees
gelüftet werden.
Seerosen können im Alatsee
bewundert werden, genauso
wie das Rote Waldvögelein
am Uferrand oder ein Specht
bei der Nahrungsaufnahme.