Und sollten Sie den Tag der
Apostelteilung“ nicht kennen, hier
ist die Erklärung: An diesem Tag
sollen sich die Apostel getrennt ha-
ben, um das Evangelium in die Welt
zu tragen.
Die Wetterregel für diesen Tag –
so hoffnungsvoll sie klingen mag –
bestätigt sich meistens nicht.
Regenmonat Juli
Dass der Juli oft ein „Regen-
monat“ ist, bestätigt sich in den
vielen Wetterregeln, die sich in die-
ser Zeit mit dem Regen befassen.
Vom Margaretentag am 20. Juli
heißt es
Margaretens Regen wird
erst nach Monatsfrist sich legen“
und „
Magdalena (22. Juli) weint um
ihren Herrn, darum regnet es an
diesem Tag gern.“
Angst hatte man auch vor dem
Jakobitag am 25. Juli, denn man
sagte:
An Jakobi Regen stört den
Erntesegen“
und vom Eliastag ( 20.
Juli) wusste man
Regnet
´
s an
Sankt Elias, so gibt es viel Mehltau
und Läusefraß.“
Und wenn es mit dem Regen so
weiter ging, wenn es bis Ende Juli
geregnet hatte, so meinte man
feststellen zu können:
Hört der Juli
mit Regen auf, geht leicht die ganze
Ernte drauf.“
Ob es keine Wetterregeln für
den Sonnenschein gibt? Doch – na-
türlich. Schließlich änderte sich ja
im Volksglauben alles, wenn der
Siebenbrüdertag schön war und so
hieß es vom Jakobitag am 25. Juli
Wenn
´
s schön
ist auf Sankt
Jakobs Tag, viel Frucht man sich
versprechen mag“
und ganz allge-
mein meinte man:
Julisonnen-
schein – wird die Ernte reichlich
sein.“
Die Bauern waren und sind eben
auf das Wetter angewiesen und
deshalb gute Beobachter. So ist es
auch nicht verwunderlich, dass sie
diese Feststellungen in Aufzeich-
nungen und Reimen festhielten! Es
sind eben Erfahrungswerte darin
versteckt, die in ähnlicher Form
immer wieder auftreten können.
Hundertprozentig verlassen aber
sollte man sich darauf nicht!
Was noch interessant wäre:
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25.07. -
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25.07. -
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25.07. -
Wenn der Jakobi kommt heran, man den Roggen schneiden kann.
!
Hoinze zum Grastrocknen (li.), Regen über dem Allgäu (re.)
Bilder: Archiv/Bruckmeier